«Alle laufen lang»-App

Mit «Alle laufen lang» hat Graubünden Ferien gemeinsam mit Unic und discover.swiss eine App geschaffen, die den Langlaufsport digital neu erlebbar macht. Dank dem Backend-System von discover.swiss verbindet die App Inspiration, Leistungstracking und Gamification mit einem konsistenten Nutzererlebnis auf der Loipe. Die App motiviert Gäste wie Einheimische, das Langlaufen in Graubünden spielerisch zu entdecken und dabei neue Regionen kennenzulernen. Im Interview geben Mik Häfliger von Graubünden Ferien und Andreas Gloor von discover.swiss einen Einblick ins Projekt.
Welches Ziel wurde mit dem Projekt verfolgt?
Mik: Graubünden Ferien verfolgt die Vision, den Langlaufsport im Kanton auf eine neue, digitale und spielerische Ebene zu heben. Eine App soll Gäste wie auch Einheimische motivieren, häufiger und länger auf die Loipe zu gehen, neue Regionen zu entdecken und mit Spass sowie Herausforderung in die Welt des Nordicsports einzutauchen.
Zentrale Ziele waren ein neuartiges Nutzererlebnis, eine starke Community, Gamification-Elemente sowie ein Mehrwert, der über klassisches GPS-Tracking deutlich hinausgeht. Gleichzeitig soll die App das touristische Angebot von Graubünden digital stärken und Aufenthalte verlängern.
Was genau wurde im Projekt umgesetzt?
Mik: Entwickelt wurde eine native App, laufend auf iOS und Android. Neben inspirierenden Inhalten rund um das Langlaufen, bündelt sie zahlreiche Funktionen, die den Aufenthalt auf der Loipe interaktiv gestalten:
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Umfassende Informationen zu Technik, Ausrüstung, Anreise, Loipenstatus, Angeboten und Gastronomie – visualisiert auf interaktiven Karten oder als kuratierte Liste.
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Ideen auf 5 Partnerdestinationen durch visuelle Elemente und allerlei Tipps aus den Regionen.
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Ein Gamification-Konzept und Belohnungs-System, das durch Leistungstracking, Steinbock-Trophäen und Rangliste zu mehr Aktivität motiviert. Es gibt um die 30 Challenges zu meistern – vom Holzbock bis zur Diamantversion.
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Team-Challenges, welche die Verbindung zwischen den Langläufern stärkt.
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Tracking-Funktionalität, die auf GPS-Daten basiert und mit swisstopo-Daten kombiniert wird.
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Kartenintegration via MapBox/MapToolKit.
Damit entstand eine App, die Inspiration, Leistungstracking und spielerische Motivation verbindet und gleichzeitig ein konsistentes, technisch sauberes Nutzererlebnis bietet.

Für welche Zielgruppe?
Mik: Die App wurde speziell entwickelt für:
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Feriengäste, die Graubünden über thematische Quests und herausfordernde Strecken entdecken sollen.
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Einheimische, die sich stärker mit ihrer Nordic-Region identifizieren und als Botschafter der App fungieren.
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Nordic-Einsteiger, Fortgeschrittene und Enthusiasten, die eine zentrale Plattform für Information, Motivation und Community suchen.
Was war die Rolle von discover.swiss?
Andreas: discover.swiss lieferte das Backend-Fundament, das die App erst skalierbar und datengetrieben macht. Konkret übernahm discover.swiss:
Die Datenbereitstellung via discover.swiss Info-Center
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Anbindung von Loipen-Daten aus verschiedenen Quellen wie SchweizMobil, OutdoorActive und IMX sowie Statusinformationen (offen/geschlossen) aus GreenSolution, SISAG und Infosnow.
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Bereitstellung von Loipen- und Wetterdaten inkl. Wintersportbericht.
Die Benutzer- und Teamverwaltung via discover.swiss Partner-Portal
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Bereitstellung des gesamten User- und Profilmanagements.
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Erweiterung der discover.swiss-Reisegruppen zu voll funktionsfähigen Teams mit verlinkten Profilen, die sich gegenseitig verwalten können.
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Sicheres Verbinden von Teams über Einladungslinks mit Registrierung oder Login.
Die Challenge- und Trophy-Logik für Gäste im Gäste-Account und für die Destinationen im Partnerportal
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Einführung eines neuen Content-Typs «Trophy» inkl. Speicherung, Darstellung und Verknüpfung mit Benutzerprofilen.
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Speicherung der Anzahl absolvierten Challenges und Kilometer im Profil.
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Erweiterung des Partner Service, damit Rankings und Statistiken app-weit generiert werden können.
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Darstellung der Trophies sowohl im Gäste-Account als auch im Partner-Portal (für Graubünden Ferien).
Zudem begleitete discover.swiss das Projekt durch laufende Expertise, sowie API- und Architekturberatung – und stellte sicher, dass App, Portale und Partnerlösungen sauber miteinander interagieren.
Wie funktionierte die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen beteiligten Parteien?
Mik: Graubünden Ferien, die Digitalagentur Unic und discover.swiss arbeiteten eng verzahnt zusammen.
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Graubünden Ferien definierte die Vision, Inhalte und die Anforderungen.
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Unic realisierte das UX-/UI-Design sowie die App-Entwicklung.
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discover.swiss stellte die technische Basis, die Gamification-Logik, die Backend-Services und die Integrationen bereit.
Regelmässige technische Austausche, agile Abstimmungsschleifen und ein gemeinsames Zielbild führten zu einer effizienten Zusammenarbeit, in der Herausforderungen früh erkannt und Lösungen pragmatisch umgesetzt wurden.
Wie ist der aktuelle Projektstand?
Mik: Die App «Alle laufen lang» ist erfolgreich im Markt und wird bei den Zielgruppen bereits intensiv genutzt. Neue Funktionen – darunter zusätzliche Challenges, Optimierungen der Teamfeatures, erweiterte Datenintegration, Aufschlüsselung der Langlaufeinheiten mit Aufzeichnung auf der Karte sowie die Season History – sind umgesetzt. Das Backend von discover.swiss läuft stabil und ermöglicht weitere Ausbaustufen ohne hohe Integrationshürden.
Erfolgreich im Einsatz – Zahlen per Ende 2025
Über 3'900 aktive User
Über 110 Teams
Über 3'400 Trackings
Über 26'000 Loipenkilometer
Wie zufrieden seid Ihr mit dem aktuellen Ergebnis?
Mik: Graubünden Ferien sieht in der Zusammenarbeit eine einzigartige Symbiose von Information / Inspiration, Sport und Vergnügen, pragmatisch und innovativ umgesetzt.
Andreas: discover.swiss sieht das Projekt als ein Paradebeispiel dafür, wie ein modernes touristisches Ökosystem funktionieren kann.
Welches waren die grössten Herausforderungen?
Andreas: Aus technischer Sicht:
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Die unterschiedlichen Datenquellen so zu harmonisieren, dass Loipen- und Wetterinformationen jederzeit verlässlich sind.
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Die Komplexität des Wintersportbericht-Systems – mit verstreuten, unterschiedlich gepflegten Daten über verschiedene Plattformen – stellt eine branchenweite Herausforderung dar und erfordert eine klare Vereinfachung, an welcher discover.swiss weiter dran bleiben wird.
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Die Team- und Community-Funktionen technisch sauber abzubilden und intuitiv nutzbar zu machen.
Mik: Aus Sicht der Projektleitung:
Die enge Koordination mit mehreren Projektpartnern sowie der straffe Zeitplan bis zum Saisonstart. Wichtig ist, dass die Anforderungen von Beginn weg klar formuliert sind.
Dank der engen Abstimmung zwischen allen Projektpartnern konnten diese Herausforderungen erfolgreich gemeistert werden.
Gibt es längerfristige Weiterentwicklungspläne?
Mik: Es gäbe tatsächlich noch viele Möglichkeiten, die App weiter auszubauen:
- Anbindung an gängige Wearables (Smart-Watches)
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Zusätzliche Gamification-Elemente
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Ausbau weiterer Community-Funktionen
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Weitere Datentypen anbinden
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Personalisierung durch intelligente Empfehlungen
Für 2026 fokussieren wir uns jedoch darauf, die App weiter zu stabilisieren. Ein weiterer Schwerpunkt ist es, konsistente und stets aktuelle Loipenberichte ausspielen zu können.
discover.swiss bleibt dabei das zentrale Backend-Ökosystem und wird die technische Basis für künftige Erweiterungen bereitstellen – modular, skalierbar und partnerfähig.
Am Best of Swiss Apps Award 2025 wurde die Langlauf-App «Alle laufen lang» mit Gold in der Kategorie User Engagement sowie Bronze in der Kategorie User Experience ausgezeichnet – ein herausragender Erfolg und eine starke Anerkennung für das gemeinsame Projekt.
Mit «Alle laufen lang» machen wir den Langlaufsport in Graubünden digital neu erlebbar und motivieren Gäste wie Einheimische, spielerisch neue Regionen zu entdecken. Dank der engen Zusammenarbeit mit Unic sowie discover.swiss und ihrem starken System konnten wir ein innovatives, verlässliches und zukunftsfähiges App-Erlebnis schaffen.

Bilder: zur Verfügung gestellt von Graubünden Ferien, 7001 Chur